Acht Jahreszeiten mit dem Jourist Quartett

Acht Jahreszeiten und ein posthumes Treffen zweier Tango-Ikonen an der Ems

Jourist Quartett: Edouard Tachalow (Violine), Jakob Neubauer (Bajan), Christian Schulz (Gitarre) und Johannes Huth (Bass) - Foto: Karlheinz Krämer

Jourist Quartett: Edouard Tachalow (Violine), Jakob Neubauer (Bajan), Christian Schulz (Gitarre) und Johannes Huth (Bass) – Foto: Karlheinz Krämer

Tango – das verbindet man nicht unbedingt mit der Ukraine oder Russland, sondern eher mit Buenos Aires und Astor Piazzolla. Im Rahmen der Gezeitenkonzerte schlägt das Jourist Quartett diese ungewöhnliche Brücke bei seinem Auftritt im Aschendorfer Heimathaus.

Aschendorf. Ein skeptischen Blick nach oben, dann grinst Johannes Huth breit – und erntet freundliche Lacher im Publikum: Huths Kontrabass stößt beinahe an die dicken Eichenbalken, die das Aschendorfer Heimathaus durchziehen. Im Rahmen der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft gastiert Huth mit seinem Jourist Quartett, einem der besten deutschen Tangoensembles, im Emsland. Die geringe Höhe des Dachbalkens steht im Kontrast zur Weite des Programms: Die Musiker verbinden südamerikanische Rhythmen mit osteuropäischer Seele. Weiterlesen

Becker-Faust und stehende Ovationen in Backemoor

Nicola Jürgensen, Florian Uhlig und Felix Klieser, Foto: Karlheinz Krämer

Nicola Jürgensen, Florian Uhlig und Felix Klieser, Foto: Karlheinz Krämer

Backemoor. „Neue Bahnen“ in alten Gemäuern: Die Backemoorer Kirche St. Vincenz und St. Laurentius stammt aus dem 13. Jahrhundert. Früher trafen sich hier die „Sechzehner“, die Richter aus dem Overledinger Land, zur Beratung. Am Samstag (18. Juli) kamen in der Kirche vier Musiker zusammen, die so noch nicht gemeinsam aufgetreten sind. Die Klarinettistin Nicola Jürgensen, der Hornist Felix Klieser, der Violinist Ingolf Turban und der Pianist Florian Uhlig stellten sich dieser Herausforderung und zeigten ihre Virtuosität. Die Vier spielten im Rahmen der Gezeitenkonzerte in Backemoor. Sie alle sind ausgezeichnete Musiker: Felix Klieser erhielt 2014 den ECHO als bester Nachwuchskünstler, Nicola Jürgensen schon 2002 den „Förderpreis Deutschlandfunk“ und sind international erfolgreich. Der Violinist Ingolf Turban gilt als einer der fachkundigsten Interpreten Paganinis. Bei den Gezeitenkonzerten begeisterte er bereits 2013 mit seinem beeindruckenden Auftritt in der Großen Kirche in Leer. Turban ist Professor für Musik an der Hochschule in München. Ebenfalls weltweit gefragt ist Florian Uhlig. Er ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London, Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Dresden und gibt Meisterkurse in Deutschland, Großbritannien, Kanada, Hong Kong, Südkorea, China und in der Schweiz. Weiterlesen

Neue Bahnen in Timmel

Matthias Kirschnereit machte den Auftakt beim Gezeitenkonzert in Timmel, Foto: Karlheinz Krämer

Matthias Kirschnereit machte den Auftakt beim Gezeitenkonzert in Timmel, Foto: Karlheinz Krämer

Am Freitag fand in der Kirche Timmel das zweite Konzert des Festivals „Neue Bahnen“ in den Gezeitenkonzerten statt. Mehr als die Hälfte aller Veranstaltungen sind nun schon vorbei! Und wie immer ausverkauft! Das Wetter war endlich mal wieder etwas wärmer, was man auch gleich an der Kleidung erkennen konnte: viel mehr Frauen trugen Röcke und Kleider.

 

Gleich als Erstes ging der Landschaftspräsident Rico Mecklenburg auf das Motto ein, welches Matthias Kirschnereit dann noch weiter erläuterte: der Komponist Johannes Brahms und seine „Neuen Bahnen“ in der Musik, die er laut Schumann einschlug. Weiterlesen

Osterburg Groothusen

Osterburg, Groothusen, Foto: Karlheinz Krämer

Osterburg, Groothusen, Foto: Karlheinz Krämer

In Groothusen hat es einst drei Häuptlingsburgen gegeben, von denen nur die Osterburg vollständig erhalten geblieben ist. Sie befindet sich seit ihrer Erbauung Ende des 15. Jahrhunderts in Familienbesitz. Aus dieser Zeit stammt der Kern des mittleren Flügels in Form eines zweigeschossigen Langhauses mit Saal. Die beiden Seitenflügel wurden im 16. Jahrhundert angebaut und Anfang des 18. und 20. Jahrhunderts verändert.

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vision string quartet: „Bitte kommt bald wieder!“

Das vision string quartet beim Gezeitenkonzert in Dangast, Foto: Karlheinz Krämer

Das vision string quartet beim Gezeitenkonzert in Dangast, Foto: Karlheinz Krämer

180 Plätze und mehr: Auch gestern war das Konzert wieder restlos ausverkauft. Selbst der offene Nebenraum im Alten Kurhaus Dangast wurde geöffnet, um weiteres Publikum unterzubringen. Und das hat sich gelohnt: Das „vision string quartet“ rockte auch dieses Jahr wieder die Bühne. Nur nicht bei der „Langen Nacht der Gipfelstürmer“ wie letztes Jahr, sondern im Kurort Dangast am Jadebusen, dem alljährlichen Shooting-Ort fürs nächste Titelblatt der Gezeitenkonzerte. Dieses Mal durften sich die vier Männer in Position stellen. Die Fotos dafür waren schnell im Kasten, trotz erschwerter Umstände durch das unglaublich stürmische Wetter, durch das sich die Musiker kämpfen mussten. Andererseits machte das natürlich auch die Fotos wesentlich interessanter. Man darf also schon auf das Titelfoto im nächsten Jahr gespannt sein! Weiterlesen

St.-Cosmas und Damian-Kirche Bockhorn

St.-Cosmas und Damian-Kirche Bockhorn, Foto: Karlheinz Krämer

St.-Cosmas und Damian-Kirche Bockhorn, Foto: Karlheinz Krämer

Die Zwillingsbrüder Cosmas und Damian lebten um 300 nach Christi in Syrien als Ärzte, die kranke Menschen auf wundersame Weise und kostenlos heilten. Dabei bekehrten sie ihre dankbaren Patienten zum Christentum. Weder Wasser noch Feuer noch Pfeile konnten sie töten, schließlich jedoch starben sie den Märtyrertod durch Enthauptung. Sie wurden daraufhin die Schutzheiligen der Ärzte und Apotheker. Diesen Heiligen wurde die Kirche bei ihrer Erbauung geweiht.

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Streifzug: Landschaftspicknick Holter Hammrich

Streifzug mit Picknick im Holter Hammrich, Foto: Matthias Bergmann

Streifzug mit Picknick im Holter Hammrich, Foto: Matthias Bergmann

Der Streifzug zum Konzert in Backemoor entführte die Besucher der Gezeitenkonzerte am 3. Juli in den Holter Hammrich. Dieser ca. 230 ha große Entlastungspolder der Leda mit Feuchtwiesen, großen Flachgewässern und naturnahen Flächen hat sich in den letzten Jahren zu einem ganz besonderen Vogelparadies entwickelt. Für das Landschaftspicknick wurde mit einer Sondergenehmigung des NLWKN ein besonders schöner Aussichtspunkt auf dem Deich in der Nähe der Vogelbeobachtungswand ausgewählt. Von hier aus hatten die Gäste bei herrlichstem Sommerwetter einen fantastischen Blick über die Polderflächen. Nach dem Motto „Landschaft schmeckt“ wurden von Gunda Heyen außer einer gemütlichen Tasse Tee, Krintstuut und selbstgebackenen Stachelbeerkuchen nach Rezept von Tini Peters auch Produkte der nur 2 km entfernten Schatteburger Schafskäserei aufgetischt: Hart- und Frischkäse, Lammsalami und Schafsmilchlikör.

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