Das Ende eines Sommers

Hilko und Mohammed: eigentlich oft einer Meinung, auch wenn es hier gerade nicht so aussehen mag.

Hilko und Mohammed: eigentlich oft einer Meinung, auch wenn es hier gerade nicht so aussehen mag.

Was für ein Sommer. War ich es doch als gequälter, ständig überlasteter Schüler mit bis zu 25 Wochenstunden gewöhnt, zwischen Juni und August auf der faulen Haut oder am Strand zu liegen, tauschte ich dieses Jahr den Liegestuhl gegen eine Kirchenbank. Manchmal gibt’s da wenigstens Fußablagen. Zu den einzelnen Konzerten konnten Sie ja schon meine Blogeinträge lesen. Doch es gibt so viel mehr zu entdecken. Die Formulierung „Was für ein Sommer“ wird den Gezeitenkonzerten in keiner Weise gerecht. Gerade in diesem Moment arbeiten meine Kollegen schon wieder für das nächste Jahr, während ich mich noch vier Wochen regenerieren darf. So war es auch im letzten Jahr. Meine Tätigkeit für die Ostfriesische Landschaft begann bereits am ersten September 2016, im 2. Stock des großen Altbaus als Mitglied der Kulturagentur. Es war sehr früh morgens, und vor mir tat sich eine ganze Kolonie an böhmischen Dörfern auf: Kulturtourismus, Kulturmanagement, Netzwerk, Arbeitskreis, Kulturausschuss…“ Das klang alles ungeheuer wichtig, aber so ganz verstanden hatte ich es nicht. Meinem Mitstreiter, Schülerpraktikant Marvin, ging es ähnlich. Bis 10:00 Uhr versuchten wir unsere Gedanken zu ordnen. Eine kleine Völkerwanderung riss mich aus meinen Gedanken. Feueralarm?! Dazu liefen sie alle zu gemütlich. Außerdem nimmt man dann nicht unbedingt seine Thermoskanne und eine Brotbox mit. Weiterlesen

Niemals geht man so ganz…

Schon vor 14:00 Uhr waren die ersten Gäste auf dem Polderhof, Foto: Karlheinz Krämer

Schon vor 14:00 Uhr waren die ersten Gäste auf dem Polderhof, Foto: Karlheinz Krämer

Here it is: Mein letzter Blogeintrag für dieses Jahr. Das phänomenale Schlusskonzert der Gezeitenkonzerte übertraf die kühnsten SommerNachtsTräume aller Besucher. Kammermusik ist zwar schön und gut, aber dieses Konzert war einfach geil. Normalerweise benutze ich dieses Wort nie, das ist eine der höchsten Auszeichnungen, die ich kenne. Dabei waren wir vorher alle ganz schön nervös: So ein Abschlusskonzert ist eine große logistische Herausforderung. Das wunderschöne Friesenpferdegestüt des Gastgebers Helmuth Brümmer ist sehr weitläufig und kann von vielen Seiten gestürmt werden. Die Kartenkontrolle ist bei 1.400 Gästen auch nicht ganz so einfach, dann müssen alle pünktlich und unfallfrei durch zwei mittelgroße Eingänge in den Saal, dann gibt es vorbestellte Karten und und und… Weiterlesen

Kalinka, Kalinka!

Alexandra Conunova (Violine), Andrei Ioniță (Violoncello) und Lilit Grigoryan (Klavier) in Aurich-Schirum

Alexandra Conunova, Lilit Grigoryan und Andrei Ioniță

Alexandra Conunova, Lilit Grigoryan und Andrei Ioniță

Vor dem großen Showdown am 14.08. (heute!!) begeben sich die Gezeitenkonzerte noch einmal back to the roots: Kammermusik an ungewöhnlichen Spielorten. Gestern waren wir in der Ausstellung der Firma Pollmann & Renken zu Gast. Der Raum war für ein Klaviertrio ideal: groß und sehr tragfähig, selbst oben kam noch alles super an. Wenn man sich stinkende Scheinwerfer (allerdings von uns) vor der eigenen Nase wegdenkt, ist es richtig heimelig-angenehm und man hat an den vielen Türen einiges zu gucken. Weiterlesen

Sturmflut in Dangast

Die Gipfelstürmer Philipp Wollheim (Violine), Raphael Paratore (Violoncello) und Verena Metzger (Klavier) fluten das Kurhaus Dangast mit Musik

Philipp Wollheim, Verena Metzger und Raphael Paratore beim Gezeitenkonzert in Dangast, Foto: Karlheinz Krämer

Philipp Wollheim, Verena Metzger und Raphael Paratore beim Gezeitenkonzert in Dangast, Foto: Karlheinz Krämer

Und schon wieder ein runder Geburtstag, wie schnell man doch alt wird: Konzert 30 im alten Kurhaus in Dangast. Ein außergewöhnlich schöner Spielort, denn das Kurhaus ist direkt am Meer gelegen. Auch das konstant schlechte Wetter hatte gestern seinen ganz eigenen Charme und lud trotzdem zu Strandspaziergängen ein. Ab 20:00 Uhr machte ich es mir auf einem der Hörplätze gemütlich, in einem kleinen Seitenschiff (Wir waren zu lange in Kirchen!) des Konzertraums, der ebenfalls sehr gemütlich war. Mit Stammtisch-Feeling begann das Konzert mit meinem Highlight der ersten Hälfte, Schostakowitschs erstem Klaviertrio, was er im zarten Alter von 17 Jahren für eine junge Angebetete schrieb, die seine Gefühle später sogar erwiderte. Komponist müsste man sein… Auch wenn dieses Stück laut Programmheft noch recht „romantisiert“ ist, musste ich sofort an Schostakowitsch denken. Solche Phrasen, gerade in der Violine, muss man sonst lange suchen. Gerade die schnellen Aufwärtsläufe weckten die Aufmerksamkeit und brachten mich so richtig in Konzertstimmung. Von meinem Hörplatz aus konnte ich immer mal einen Streicherkopf wippen und wackeln sehen. Weiterlesen

Romantische Raritäten in Remels

Nils Mönkemeyer und William Youn in Remels

Nils Mönkemeyer und William Youn beim Gezeitenkonzert in Remels, Foto: Karlheinz Krämer

Nils Mönkemeyer und William Youn beim Gezeitenkonzert in Remels, Foto: Karlheinz Krämer

Wenn mir an einer roten Ampel langweilig ist, zappe ich gerne mal durchs Radio. Heute morgen blieb ich aus Versehen bei einem Schlagersänger hängen: „Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt“ schmetterte Barry Ryan in meine müden Ohren. Beim Blick in den PC wurde bewusst, wie recht er doch hat: Das nächste Konzert ist schon die Nummer 30 in Dangast, sogar Nils Mönkemeyer und Daniel Hope waren schon da. Dieses Jahr nehmen die Gezeitenkonzerte einen tollen Endspurt, alle noch kommenden Konzerte sind ausverkauft. So auch das vergangene am Sonntag mit Nils Mönkemeyer und William Youn.

Uns erwartete ein reines Schumann-Brahms-Programm für den frühen Abend. Los ging es mit Schumanns Phantasiestücken für Klarinette und Klavier, heute in der Viola-Fassung. Schumann war dabei in seiner Instrumentation völlig wahllos, es gibt auch eine Geigen- und Cellovariante. Auch die herkömmlichen Satzbezeichnungen schienen dem Romantiker nicht mehr auszureichen: „Zart und mit Ausdruck – Lebhaft leicht – Rasch und mit Feuer“. Klare Ansagen für unser Duo. Die beiden spielten mit viel Leidenschaft und gut aufeinander abgestimmt, auch ohne sich anzusehen. Zwischenzeitlich hatte ich den Eindruck, dass die Bratsche dahinschmelzen könnte, so trieft diese Musik. Auch der Presto-Teil endet romantisch-verklärt. Ganz hinten klang das Klavier ein wenig verschwommen, die Klänge waren nicht immer auseinanderzuhalten. Weiterlesen

Sonata Tussis

Teilnehmer der Gustav Mahler Akademie Bozen und Mitglieder der Englisch Baroque Soloists in Marienhafe mit Bach pur II

Alison Bury, Konstanze Glander, Carolin Krüger, Diego Aceña Moreno, Heidi Rahkonen und Fabio Fausone

Alison Bury, Konstanze Glander, Carolin Krüger, Diego Aceña Moreno, Heidi Rahkonen und Fabio Fausone

Es ist ja immer so eine Sache mit den Wiederholungskonzerten: Schon bei der Langen Nacht hatte ich das Gefühl, dass eigentlich nach einem Blogbeitrag alles erzählt ist. Im Vorfeld des Gezeiten-SPREAD-Konzertes in der Kirche Marienhafe hatte ich ein bisschen Angst, bei einem Zweizeiler bleiben zu müssen. Doch ein Blick ins Programmheft ließ mich ruhiger schlafen, denn wir hatten ein komplett anderes Programm und auch eine ganz andere Kirche. Angenehm warm war es nach einigen Stunden im ostfriesisch-arktischen Sommerwind.

Begonnen wurde wieder mit einer Triosonate, deren Echtheit zweifelhaft ist. Von wegen „Bach pur“. Sie wird tatsächlich Bachs Schüler Goldberg zugeschrieben. Das Programm sagt „für Goldberg etwas zu gut, für Bach etwas zu schwach“. Ich möchte mich da nicht aus dem Fenster lehnen, ich bin auch nicht gerade der hellste Stern am Generalbass-Himmel. Aber irgendwie fehlte dieser Sonate etwas neues, das gewisse Etwas, das man bei Bach immer hört. Obgleich gut vorgetragen, war es eben „nur“ eine normale viersätzige Sonate nach dem Muster langsam-schnell-langsam-schnell. Angenehm überrascht war ich von der Akustik der etwas kleineren Kirche. Wir saßen wieder mal auf den Mitarbeiter-Plätzen, also ganz hinten. Schön ist immer die relativ freie Sicht durch den Mittelgang, nicht so schön ist, dass die Klänge oft verschwimmen. Gerade beim Cembalo. Doch in Marienhafe kam alles glasklar rüber. Diese kammermusikfreundliche Kirche überträgt leider auch andere Geräusche lupenrein. An dieser Stelle sei nochmal darauf hingewiesen, dass die Ricola-Bonbons von uns auch wirklich umsonst sind und wir gar nicht alle essen können, die wir noch haben. Weiterlesen

I´ll be Bach.

Teilnehmer der Gustav Mahler Akademie Bozen und Mitglieder der Englisch Baroque Soloists in Sengwarden mit Bach pur I

Oliver John Ruthven (Cembalo), Konstanze Glander (Violine), Fabio Fausone (Cello) und Julian Scott (Oboe), Foto: Karlheinz Krämer

Oliver John Ruthven (Cembalo), Konstanze Glander (Violine), Fabio Fausone (Cello) und Julian Scott (Oboe), Foto: Karlheinz Krämer

Besonders dankbar bin ich immer für einige konzertfreie Tage im Festival, nicht nur um mich physisch auszuruhen, sondern auch um das Gehörte noch einmal nachwirken zu lassen. Nach dem grandiosen Konzert in Aurich gestern hatten die Stipendiaten der Gustav-Mahler-Akademie natürlich einen etwas erschwerten Stand. Auch das reine Bach-Programm ist sicher gewöhnungsbedürftig. Eigentlich schließe ich mich der allgemeingültigen Meinung an, dass er der größte Komponist aller Zeiten ist. Da wird gerne Robert Schumann zitiert: „Wir sind alle Stümper gegen ihn!“.

Aber es hilft ja nichts. In der ausverkauften Kirche Sengwarden war für mich noch Platz in der letzten Reihe in der Ecke. Aufgrund eines großen Herrn etwas vor mir fiel der auch eher in die Kategorie „Hörplatz“. Doch warum nicht? Denn beim Hören bemerkt man schnell: Die haben was drauf. Los ging es mit einer Trio-Sonate des alten Meisters in G-Dur, von der die Echtheit zweifelhaft ist. Was soll das denn heißen? Das Programmheft gibt darüber erfreulicherweise Auskunft:  Es wurde eine bereits existierende Basslinie verwendet, die Bach oder ein Bach-Sohn, da ist man sich nicht sicher, kontrapunktisch ausgearbeitet hat. Ulf Brenken zitiert hier einen wohlwollenden Musikwissenschaftler mit „Arbeitsökonomie“. Haben wir es etwa mit dem Dieter Bohlen des Barock zu tun? Weiterlesen

Keep calm and listen to Daniel Hope

Daniel Hope und Sebastian Knauer spielten vor 650 Gästen ihr Gezeitenkonzert "YehudiMenuhin@100"

Daniel Hope und Sebastian Knauer spielten vor 650 Gästen ihr Gezeitenkonzert „YehudiMenuhin@100“

Hallo, ich lebe auch noch! Die letzte Gezeiten-Woche musste ich leider auslassen, da ich mit dem Landesjugendchor Niedersachsen unsere Konzerte im September bei den Nds. Musiktagen vorbereitet habe. Nach einer Woche im Kloster Michaelstein (Blankenburg) und der Landesmusikakademie in Wolfenbüttel kam ich etwas hungrig (in Sachsen-Anhalt sind die Kartoffeln rationalisiert) und mit kreiselnden Ohrwürmern von Rautavaara, Monteverdi und Vaughan Williams zurück.

Auf mich wartete mein persönlicher Höhepunkt in diesem Jahr: Daniel Hope, hier bei uns in Ostfriesland. Kaum ein Gezeitenkonzert war so signifikant mit einem Namen im Vorverkauf verbunden: Werden die Konzerte oftmals „Leer“ oder ganz verwirrend „Christuskirche“ genannt, hieß dieses Konzert nur „Daniel Hope“ Für den bin ich vor zwei Jahren nach Groningen gefahren, es war ein unvergesslicher Abend. Korngolds Violinkonzert in der ersten Konzerthälfte, gefolgt von Brahms´ dritter Symphonie mit dem wunderbaren Noord Nederlansk Orkest. Die verhauene Matheklausur am Tag danach und die drei Stunden Heimfahrt wegen einer gesperrten Autobahn nimmt man da doch gerne in Kauf.

Gestern war unsere Anreise nicht ganz so lang, es sind nur 300 m vom Festivalbüro zur Lambertikirche, die ein kleines Raumwunder ist. 650 Menschen hätte ich der äußerlich gar nicht so großen Kirche eigentlich nicht zugetraut. Doch alles war möglich, der Einlass lief glücklicherweise ohne Tumulte und Massenpanik ab, und die Gäste, die auf Hörplätzen oben auf der Empore saßen, konnten Dank der Übertragung das Geschehen auf der Bühne auch überblicken. Ich hatte das große Glück, auf einem unbesetzten Presseplatz zu sitzen, also konnte ich alles sehen, den Geiger, den Pianisten, die Füße des Pianisten und das iPad. Daniel Hope spielt nicht etwa aus Papiernoten, sondern benutzt ein Tablet, bei dem er mit dem Fuß blättern kann. Sehr praktisch, aber die Pedale sind fürchterlich klein, ich würde bestimmt ständig zurückblättern. Weiterlesen

Gipfelstürmer im Dauerlauf

Moderatoren (Ulf Brenken und Matthias Kirschnereit) unter sich, Foto: Karlheinz Krämer

Moderatoren (Ulf Brenken und Matthias Kirschnereit) unter sich, Foto: Karlheinz Krämer

Heute wird’s ein bisschen kürzer, keine Sorge, denn zum Wesentlichen, zur Musik, ist bereits alles gesagt. Die Lange Nacht der Gifpelstürmer zum zweiten Mal ist wie Ostern und Weihnachten im Juli.
Trotzdem ist einiges anders, lustig ist es zum Beispiel zu sehen, wie unterschiedlich das Publikum die Stücke wahrnimmt. Was gestern begeisterte, bekam heute eher verhaltene Reaktionen und umgekehrt.

Zudem lohnt es sich, ein wenig über die Atmosphäre zu berichten, denn die ist ganz anders als bei herkömmlichen Konzerten. Erstens im Publikum, denn nach so einem Konzertmarathon von immerhin sechs Stunden ändert sich das Verhältnis zu den Künstlern: Während im ersten Teil noch brav geklatscht wurde, gab es im zweiten Teil Bravo-Rufe. Im freien Part saßen sogar einige vorne auf der Bühne, was auf jeden Fall gewollt ist.

"Wo müssen wir denn gleich spielen?", war eine der häufigen Fragen, hier vermutlich von Johann Blanchard an Janne Wohlberg

„Wo müssen wir denn gleich spielen?“, war eine der häufigen Fragen, hier vermutlich von Johann Blanchard an Janne Wohlberg

In den beiden Pausen war Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit den Gipfelstürmern. Dabei konnte auch Kritik unverblümt vorgetragen werden. Kritik ist für Musiker immer wichtig, wenn man denn damit umgehen kann. An diesem Sonnabend war auch unser Konzertsponsor, Thiele-Tee zu Gast und versorgte die Besucher mit Tee und Scones. Auch unser Team hat sich bewährt, denn wir sind mit allerlei kleinen und größeren Problemen an beiden Abenden ganz gut fertig geworden. Die Veranstaltung im eigenen Haus ist dann nochmal was anderes und gerade die lange Nacht ist eine „logistische Meisterleistung“(Matthias Kirschnereit, 23.07.2016). Eigenlob stinkt ja.

Das Marathon-Gefühl blieb aus, ich hatte eher das Gefühl, mit dem e-Bike unterwegs zu sein, denn durch die Raumwechsel, das abwechslungsreiche Programm und eine sehr lustige und spannende Moderation kam es mir tatsächlich vor wie ein normales Konzert. Viele waren gegen Mitternacht enttäuscht, als es „schon“ zu Ende war. Nur ein bisschen mehr Jazz wäre gut gewesen.

Für unsere Musiker war es wohl etwas Besonderes. Zitat: „Ich hatte noch nie so viel Spaß bei Kammermusik! Alle sind so nett und lustig hier!“. Vor ihrer Leistung habe ich besonderen Respekt, denn so lange Konzerte zwei Mal zu machen ist nicht ganz ohne. Es sind neue Freundschaften entstanden, Ulf und ich konnten CDs abstauben und alle waren sich einig: Wir wollen wiederkommen!

Bei der letzten Pause brach bereits die Dunkelheit herein, Foto: Karlheinz Krämer

Bei der letzten Pause brach bereits die Dunkelheit herein, Foto: Karlheinz Krämer

Lange Nacht gehabt?

Einladender Landschaftsgarten bei der Langen Nacht, Foto: Karlheinz Krämer

Einladender Landschaftsgarten bei der Langen Nacht, Foto: Karlheinz Krämer

Allerdings.

Eigentlich will ich keinen Blogbeitrag schreiben: Wo fang ich an und wo hör ich auf? Meine erste „Lange Nacht“ (zumindest bei den Gezeiten) bedeutete gut sechs Stunden Musik und vor allem Spaß mit jungen Musikern. Moderator Ulf Brenken brachte es für mich gut auf den Punkt: „Suchen Sie mal ein Konzert mit dem Preis-Leistungsverhältnis in Hamburg!“

Zur Erklärung: Die Lange Nacht ist ein hauseigenes Gezeitenkonzert in der Ostfriesischen Landschaft. Dabei werden sowohl unser Forum als auch der Ständesaal zum Konzertraum umfunktioniert. Das Konzert besteht aus drei Teilen: Publikum hört Programm im Forum , Publikum hört Programm im Ständesaal, Programm nach Ansage im Forum. Dabei unterteilen wir die Zuschauer aufgrund der Menge in zwei Gruppen, die einen beginnen im Ständesaal und die anderen im Forum. Im dritten Teil kommen alle im Forum zusammen. Die Künstler springen dabei zwischen den Räumen. Weiterlesen