“…Nekkepenn!”

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Erlebnistag mit zwei Musical-Märchen mit den Nekkepenns und vielen Kindern bei den Gezeitenkonzerten 2014, Foto: Karlheinz Krämer
Erlebnistag mit zwei Musical-Märchen mit den Nekkepenns und vielen Kindern bei den Gezeitenkonzerten 2014, Foto: Karlheinz Krämer

Dräuende Gewitterwolken über dem Haus Nazareth, Sturmflut auf der Bühne: In Norddeich war ordentlich was los, als „Nekkepenns Musiktheater“ am Sonntag von 11 bis 16 Uhr zum Erlebnistag einlud. Fünf Stunden Zeit – und die brauchten sie auch: Vor etwa hundert Kindern (und zusätzlich ebenso vielen Volljährigen inkl. des künstlerischen Leiters der Gezeitenkonzerte) wurde zuerst das Musical „Störtebekers Schatz“ aufgeführt. Dabei zeigten die „Nekkepenns“, was sie drauf haben, sowohl Erwachsene als auch Kinder: Schauspiel, Musik und Tanz, außerdem etwas animiertes Mitmach-Theater bereits jetzt, wenn die Zuschauer das unwetterartige Auftauchen des Meeresgottes Nekkepenn ankündigen halfen.

Workshop "Wir basteln eine Wolkenkuh", Foto: Karlheinz Krämer
Workshop “Wir basteln eine Wolkenkuh”, Foto: Karlheinz Krämer

Danach wurde den Kindern das Workshop-Projekt vorgestellt, wobei sie aus vier Angeboten wählen konnte: Tanztheater, Musikmachen, Wolkenkühe malen oder einfach an einer Schatzsuche teilnehmen. Nach einer halbstündigen Mittagspause wurde dann getanzt, gespielt, gemalt und herumgesucht, und selbstverständlich war alles mit Erfolgserlebnissen verbunden. Eine kurze Verschnaufpause noch, dann kam der zweitspannendste Moment, die Generalprobe, gefolgt vom Höhepunkt des Nachmittags, der Aufführung des Mitmach-Musicals „Die Wolkenkuh“.

Und: "Action!", Foto: Karlheinz Krämer
Und: “Action!”, Foto: Karlheinz Krämer

Das Musical um den armen Onno, der im ersten Teil den sagenhaften Schatz Störtebekers findet, wurde nun fortgesetzt mit der Geschichte der bedauernswerten Hiske, die nicht wie erhofft heiraten kann, weil sie zu arm ist und nicht einmal eine Kuh als Aussteuer in die Ehe mitbringen kann. Oma Dirtje (klasse: Antonia Marks) hilft mit dem Hinweis auf die Wolkenkuh, die mittels eines Zauberspruchs eingefangen werden kann und damit Hiskes Problem löst. Die Workshop-Kinder hatten für ein dröhnendes Unwetter zu sorgen, für den Meeresgott Nekkepenn eine begleitende Sturmflut zu inszenieren und schließlich diverse Wolkenkühe vorzuführen. Zum Schlusslied waren dann alle Kinder gemeinsam auf der Bühne und ernteten den prasselnden Beifall der erwachsenen Zuschauer.

Zwischen den Proben gab es sehr lange Schlangen am Kleingewinne versprechenden Glücksrad, hungrige Schlangen vor dem Grill und für mich zum Glück kaum Wartezeit bei Kaffee und Kuchen. Und am Ende eines ereignisreichen Tages schleppten manche Eltern ein Wolkenkuh-Gestell mit nach Hause – und Schreiber dieses darf sich glücklich schätzen, doch kein Bobbycar im Zug nach Hamburg mitführen zu müssen.

Sorgte für Abwechslung in der Pause: das Glücksrad vom Förderer Rücker mit Bobby-Car-Verlosung, Foto: Karlheinz Krämer
Sorgte für Abwechslung in der Pause: das Glücksrad vom Förderer Rücker mit Bobby-Car-Verlosung, Foto: Karlheinz Krämer

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