Blättern oder nicht blättern, das ist hier die Frage…

Abschluss von TONALi-Tour in Münkeboe

Die Schülermanager Marius, Jonas und Alina, Foto: Wiebke Schoon

Die Schülermanager Marius, Jonas und Alina, Foto: Wiebke Schoon

Gestern war es endlich soweit: der krönende Abschluss von TONALi-Tour in Ostfriesland, das Triokonzert in der Kirche zu Münkeboe. Uwe Pape fuhr mich freundlicherweise bereits mittags hin, sodass ich die Künstler empfangen konnte. Nach einer langen Suche nach einem Supermarkt und einem deswegen umso kürzeren Imbiss ging es auch bald ans Proben. Mir sollte an diesem Tag die ehrenvolle Aufgabe des Blätterns zu Teil werden. Ein bisschen Angst, alles zu versauen, hatte ich schon. Das dritte Klaviertrio von Brahms war kein Problem, denn dort hatten wir nur lose Kopien, die „irgendwann mal so in der zweiten Akkolade“ rübergezogen werden mussten. Soweit kein Problem. Beim Piazzolla wurde es schon komplizierter. Natürlich habe ich als erfahrener Musiker nie den Faden verloren (vielleicht funktioniert Ironie ja doch im Internet), aber zum Glück gibt es bei dem Stück immer wieder Stellen an denen man sich reinfinden kann. Ansonsten verlief die Probe eigentlich ganz in Ordnung, auch wenn ich einmal so verzaubert von Christoph Heeschs Solo war, dass ich das Blättern vergaß und bei Johanna Rupperts Stück konsequent alle Wiederholungen ausließ. Gott sei Dank hatte ich drei sehr humorvolle Künstler erwischt, die mir das nicht übel nahmen. Weiterlesen

TONALi-Tour Auftakt in Norden

Schülermanagerin Malin macht die Begrüßung Foto: Reinhard Former

Schülermanagerin Malin macht die Begrüßung
Foto: Reinhard Former

Am 11. Mai war es endlich soweit: Morgens um 08:00 Uhr brachen meine Kollegin Wiebke Schoon und ich mehr oder weniger ausgeschlafen zum ersten Schulkonzert an der KGS Hage-Norden auf. Den Weg fanden wir zu unserer eigenen Überraschung ohne Probleme, und so waren wir bereits um kurz vor neun in der Wildbahn in Norden und bereit zu helfen.

Aber auch das war nicht nötig, denn die Schüler hatten alles perfekt organisiert. Eine Bühne mit Technik war aufgebaut, die Mensa der Schule war bestuhlt und vorbereitet und das gesamte Gebäude war plakatiert. Nachdem wir also das TONALi Roll-Up aufgestellt und die Werbung für die Gezeitenkonzerte verteilt hatten, blieb für uns nichts mehr zu tun als zu warten.
Gegen viertel vor zehn trudelten dann schon die ersten Schüler ein, zu unserer Überraschung aus den Jahrgängen 5-7. Für meine Begriffe sahen die alle viel älter aus. Nach einer kurzen Einleitung einer Schülermanagerin begann der Künstler, Cellist Christoph Heesch, wortlos mit einem Stück von Johann Sebastian Bach. Himmlische Musik, keine Frage. Weiterlesen

Warmlaufen für die TONALi-Tour

Vorbereitung Piper

Vorbereitungen in Dornum Foto: privat

Nach dem Startschuss für die diesjährige TONALi-Tour am 10. März 2016 laufen die Vorbereitungen der Schulkonzerte bereits auf Hochtouren. Die Termine stehen größtenteils schon fest und der Kartenverkauf wird bald beginnen. Was nach eitel Sonnenschein klingt, kann sich aber durchaus kompliziert gestalten. Während man normalerweise mit „Hauptberuflichen“ zu tun hat, managen die Lehrer und Schüler das TONALi-Projekt in Ihrer Freizeit. Dementsprechend ist es auch nicht immer ganz so einfach, sie zu erreichen, wenn man schnell Bildmaterial oder Informationen braucht. Die Zeit vergeht doch schneller als man denkt, und durch Unaufmerksamkeiten kann man sich ganz einfach in Schwierigkeiten bringen. Aber aus Fehlern lernt man hoffentlich. Auch für die Schüler ist es nicht so ganz einfach, denn auf sie kommen allerlei Aufgaben zu, wie zum Beispiel die Unterbringung oder die Moderation. Ein Problem ist auch die Kontrolle. Wenn etwas schief geht, sind unmittelbar nur die Lehrer da, die den Schülern aber auch nicht unbedingt ständig auf die Finger gucken. Wir kriegen hier sowieso wenig mit und sind die meiste Zeit mit der Festivalplanung beschäftigt. Da werde ich schnell mal hektisch, wenn ich auf Mails mal nicht gleich eine Antwort bekomme. Vor allem, weil ich meine eigene Arbeitsmoral als Schüler noch vor Augen habe. Aber man soll ja nicht von sich auf andere schließen.

Besonders positiv überrascht bin ich allerdings vom Ideenreichtum der Schüler. In Marienhafe wird es beispielsweise abweichend vom herkömmlichen Konzept einen Workshop für alle Interessierten geben, bei dem man noch mehr über den Werdegang eines Musikers lernen kann. Frische Konzepte klangen ja schon beim Auftakt-Workshop bezüglich des Kartensystems an. Weiterlesen