Nuria Rial und Heiko Ossig beim Gezeitenkonzert in Ditzum

Spanische und deutsche Lieder

Heiko Ossig und Nuria Rial

Heiko Ossig und Nuria Rial beim Gezeitenkonzert in der Kirche zu Ditzum, Foto: Karlheinz Krämer

Nuria Rial (Mezzosopran) und Heiko Ossig (Gitarre) begeistern die Besucher bei den Gezeitenkonzerten der Ostfriesischen Landschaft am 27. Juni in der Dorfkirche Ditzum

„¡Buenas tardes, señoras y compañeros!“ – Landschaftspräsident Rico Mecklenburg begrüßte das Publikum in Ditzum auf Wunsch eines deutsch-spanischen Ehepaares in der Muttersprache der wunderbaren Nuria Rial. Die Mezzosopranistin und mehrfache ECHO-Klassik Preisträgerin begeisterte am Dienstagabend gemeinsam mit dem Gitarristen Heiko Ossig die 200 Konzertbesucher in der ausverkauften Dorfkirche. Weiterlesen

Happy Birthday in Ditzum

Beethovens Cello-Sonaten I in Ditzum:
Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann sowie Ramon Jaffé und Andreas Frölich

Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann spielen u. a. die 3. Cello-Sonate von Beethoven, Foto: Karlheinz Krämer

Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann spielen u. a. die 3. Cello-Sonate von Beethoven, Foto: Karlheinz Krämer

Die Gezeitenkonzerte feiern in diesem Jahr ihr erstes kleines Jubiläum. „Wir“ werden fünf. Bis zur Pubertät dauert es zum Glück noch eine Weile. Passend dazu werden in diesem Jahr alle fünf Cello-Sonaten von Beethoven aufgeführt. Heute in Bargebur wird es den zweiten Teil geben, leider ist dieses Konzert genau wie das Konzert in Ditzum seit Wochen ausverkauft. Ob es in fünf Jahren wohl alle Violinsonaten geben wird?
„Zwei Konzerte in einem – toll!“ hörte ich zufällig einen Herrn nach dem gestrigen Konzert sagen. Damit hat er es auf den Punkt gebracht, was sich gestern in der Ditzumer Kirche abspielte. Weiterlesen

Sie sägten das Dach auf

Clair-obscur Saxophonquartett in Ditzum

Das Clair-obscur Saxophonquartett macht sich auf den Weg zur Kirche, Foto: Karlheinz Krämer

Das Clair-obscur Saxophonquartett macht sich auf den Weg zur Kirche, Foto: Karlheinz Krämer

Keine Ahnung, wie der Informationsfluss im ostfriesischen Funkloch erfolgreich vonstatten geht, aber in kürzester Zeit hatte sich offenbar herumgesprochen, was man verpassen würde, wenn man keine Karten für Ditzum sein eigen nennt, weshalb das Gezeitenkonzert des Berliner Clair-obscur Saxophonquartett am 26. Juli um 17:00 Uhr in der Kirche für meine Begriffe unfassbar schnell ausverkauft gemeldet wurde.

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Clair-obscur im Doppelpack

Bald geht’s los!

Clair-obscur, Foto: Boris Streubel

Clair-obscur, Foto: Boris Streubel

Jetzt sind es noch drei Wochen bis zum Auftakt der Gezeitenkonzerte. Langsam füllen sich – zumindest auf dem Bildschirm – die Säle. Das ist einerseits schön, andererseits ist es schade fürs Publikum, wenn für viele Konzerte keine Karten mehr erhältlich sind. Dann sind solche Angebote wie vom Clair-obscur Saxophonquartett, das Gezeitenkonzert vom Sonntagnachmittag am Abend noch einmal zu wiederholen, natürlich sehr willkommen. Wir hätten uns nicht getraut, danach zu fragen, weil wir wissen, dass es gerade für Bläser sehr anstrengend ist, innerhalb von kurzer Zeit gleich zweimal volle Leistung zu bringen. Umso mehr haben wir uns über die Mail der Agentur gefreut, gerade, weil wirklich viele speziell auf das Programm „We’ve got Rhythm“ abgefahren sind. Weiterlesen

Nun ist die Seele in Verzückung

Hyeyoon Park und Florian Uhlig beim Gezeitenkonzert in Ditzum, Foto: Karlheinz Krämer

Hyeyoon Park und Florian Uhlig beim Gezeitenkonzert in Ditzum, Foto: Karlheinz Krämer

… sagt Benedikt im dritten Akt von Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. Und weiter sagt er: „Ist es nicht seltsam, dass Schafdärme die Seele aus eines Menschen Leibe ziehn können? Nun, im Ernst, eine Hornmusik wäre mir lieber.“ Hornmusik, lieber Benedikt, kannst du bei den Gezeitenkonzerten am Sonnabend in Dunum hören. Aber du hast schon Recht. Es ist wirklich eine beinahe übernatürliche Sache, dass aus bestimmten Dingen so magische Klänge kommen, die unsere Seele in Bewegung setzen. Immerhin hast du hier im dritten Akt also mindestens die Hälfte der Wahrheit erkannt. Dass du hoffnungslos in Beatrice verknallt bist, naja, das wirst du schon noch früh genug erkennen und gestehen.

Was hat „Viel Lärm um nichts“, diese wunderbare Komödie (übrigens großartig verfilmt von Joss Whedon, läuft grad im Kino) mit den Gezeitenkonzerten zu tun? Am Donnerstag gab es in der Kirche Ditzum vier kleine musikalische Lieder von Erich Wolfgang Korngold zu hören, die als „Viel Lärm um nichts“ op. 11 benannt sind. Es ist eine kleine Suite voll expressiver Momente, die sich direkt auf das Schauspiel und die dort auftauchende Musik beziehen.

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