Erstes TONALiA-Konzert mit Philipp Wollheim in Aurich

Die Schülermanager der 7b vom Gymnasium Ulricianum in Aurich

Die Schülermanager der 7b vom Gymnasium Ulricianum in Aurich

Vor rund einem Monat, am 4. Mai, gab es das Briefing der Schülermanager der 7. Klasse des Gymnasium Ulricianum in Aurich durch Amadeus Templeton von TONALi. Heute war schon der große Tag für die rund 20 Schülerinnen und Schüler, an dem sich zeigen sollte, ob sie für ihr Schülerkonzert mit dem jungen Geiger Philipp Wollheim an alles gedacht hatten. Mit der Anreise und der Abholung vom Bahnhof sowie der Unterbringung hatte schon einmal alles geklappt – er rief mich kurz gestern Abend spät von seiner Gastfamilie aus an, um noch ein paar Details zu klären.

Für TONALiA und uns war es eine Premiere: Bislang gab es die Konzerte immer nur in Hamburg, und für die Ostfriesische Landschaft ist es die erste Zusammenarbeit mit den sympathischen Kreativköpfen. Gemeinsam mit den Gezeitenkonzerten macht man die ersten Erfahrungen außerhalb der Metropole, deswegen das angehängte A (wie Auswärtsspiel). Auch für Philipp war es das erste Schulkonzert. Natürlich hat er schon einige Konzerte gegeben, aber so, von Schülern organisiert und gemeinsam mit ihnen erlebt, war es auch für ihn etwas besonderes, selbst wenn er im Rahmen seiner Ausbildung bei TONALi darauf vorbereitet wurde. Weiterlesen

Gezeiten-TV: Rhapsody in School mit dem Vogler Quartett

Das Filmteam von Gezeiten-TV, bestehend aus Matthias Adelmund vor und Karlheinz Krämer hinter der Kamera, hat am Tag vor dem Eröffnungskonzert der Gezeitenkonzerte am 21. Juni 2013 in der Lambertikirche das Vogler Quartett auf seiner Rhapsody in School in einer fünften Klasse des Auricher Gymnasiums Ulricianum begleitet. Parallel dazu gab das Verdi Quartett dort eine Rhapsody in einer sechsten Klasse der gleichen Schule. Sowohl für die Schüler als auch für die beteiligten Künstler waren beide Rhapsodien unvergessliche Erlebnisse.

Rhapsody in School mit dem Verdi Quartett und dem Vogler Quartett

Rhapsody in School im Rahmen der Gezeitenkonzerte mit dem Vogler Quartett, Foto: Karlheinz Krämer

Rhapsody in School im Rahmen der Gezeitenkonzerte mit dem Vogler Quartett, Foto: Karlheinz Krämer

Heute haben sowohl das Vogler Quartett als auch das Verdi Quartett ihr Debüt bei Rhapsody in School bei den Gezeitenkonzerten gegeben. Vor einiger Zeit hatte Jutta Glashoff vom Gymnasium Ulricianum bei uns in der Ostfriesischen Landschaft angerufen und gefragt, ob es nicht möglich wäre, ein paar Künstler bei ihrer Bläserklasse vorbei zu schicken, die den Jungen und Mädchen etwas über Musik und ihr Leben als Berufsmusiker erzählen. Ihre Schüler seien sehr interessiert und würden sich sehr freuen. Und sie hätte da auch noch eine weitere Klasse, die sie ebenfalls gerne in diesen Genuss kommen lassen würde. Vielleicht könnten sich die Künstler der Gezeitenkonzerte ja auf knapp 50 Schüler bei einer Rhapsody einlassen. Mir erschien das zu viel auf einmal, Sabine von Imhoff, die Koordinatorin von Rhapsody in School pflichtete mir bei. Aber wir haben ja für das Auftaktkonzert zwei Quartette eingeladen und beide haben sich gerne bereit erklärt, trotz sehr intensiver Proben, vormittags in die Schule zu gehen. Also hat Jutta Glashoff kurzfristig ihre Kollegin Nina Korneli eingespannt. Das Verdi Quartett ging mit ihr in die Aula, das Vogler Quartett nahm mit dem Klassenraum der 5. Klasse vorlieb.

Dirk Lübben und ich haben uns aufgeteilt und waren im Anschluss beide sehr begeistert. Die Musiker waren es ebenso, hatten sie doch gerade angesichts des Alters (zwischen elf und zwölf Jahren) nicht damit gerechnet, so aufmerksame, interessierte und sich aktiv beteiligende Kinder vorzufinden. Beide Quartette haben Haydn’s Kaiserquartett gewählt und anhand dieses Werkes den Künstler und den Aufbau des Werkes erklärt. Zufall oder Absicht? Zwischenzeitlich habe ich von draußen noch einen verspäteten Gast dazu geholt und musste schmunzeln als ich im Flur die Klänge der Nationalhymne hörte. Das Vogler Quartett hatte sich sogar mit Perücken und Umhängen ein bisschen kostümiert und nahm die Kinder mit auf die fiktive beschwerliche Reise nach London mit der Kutsche und übers Meer. Es war überwiegend mucksmäuschenstill.

Im Anschluss an die Rhapsody gab es von beiden Klassen Teepräsente für die einzelnen Streicher und die Klasse von Jutta Glashoff hat gemeinsam mit dem Vogler Quartett noch ein eigenes Stück gespielt. Zuvor wurde um Unterstützung beim Stimmen der Instrumente gebeten, wo auch unsere Künstlerbetreuerin Berit Sohn, die selbst Geige spielt, gerne mithalf. Anschließend gab es noch viele, teilweise Fach bezogene Fragen, denen sich alle acht gerne stellten. Beiden Lehrkräften und den beteiligten Schülerinnen und Schülern darf ich auch im Namen aller Musiker einen großen Dank für die Vorbereitung, den herzlichen Empfang und die Aufmerksamkeit aussprechen! Es hat großen Spaß gemacht!

P.S.: Auch Gezeiten-TV und Ostfriesen-TV waren mit von der Partie, ebenso wie Stefanie Riepe für Nordwest Radio / NDR und Werner Jürgens für die Emder Zeitung / Heimatblatt und Herr Banik für die Ostfriesischen Nachrichten.

Rhapsody in School mit dem Vogler Quartett, Foto: Karlheinz Krämer

Rhapsody in School mit dem Vogler Quartett, Foto: Karlheinz Krämer

Gezeitenkonzerte 2013 mit dreimal Rhapsody in School

Rhapsody in School mit Matthias Kirschnereit, Aurich, 21. Juni 2012

Rhapsody in School mit Matthias Kirschnereit, Aurich, 21. Juni 2012

Rhapsody in School ist ein von Lars Vogt initiiertes Projekt, bei dem Künstler vor einem Konzert eine Schulklasse besuchen, ein wenig Musik spielen, ihre Instrumente vorstellen und etwas aus ihrem Leben als Künstler erzählen. Bereits im letzten Jahr gab es im Rahmen der Gezeitenkonzerte drei Rhapsodien in Norden, Aurich und Leer, in denen Matthias Kirschnereit und das Duo Jeanquirit (Helge Aurich und David Kindt) sich mit Kindern und Jugendlichen der verschiedenen Altersstufen auseinandergesetzt und dabei tolle Erlebnisse gehabt haben. Es ist wirklich sehr faszinierend, wenn gerade kleine Kinder diesen Erstkontakt mit klassischer Musik genießen!

Allerdings ist es manchmal gar nicht so einfach, so kurzfristig nebenbei noch eine Rhapsody in School zu organisieren. Eigentlich läuft das direkt vom Projekt aus, da wir hier vor Ort jedoch gute Kontakte zu den Schulen haben, habe ich angeboten, mich dazwischen zu schalten. Man merkt deutlich, dass es aufs Ende des Schuljahres zugeht: Die Schule Altes Amt in Friedeburg entlässt erst am Freitag ihre Schüler aus den 9. und 10. Klassen mit einer großen Entlassungsfeier. Die Schule in Wittmund ruft leider nicht einmal zurück, vermutlich wegen der zahlreichen Zeugniskonferenzen und weiterer Termine. Dementsprechend gibt es nun zwar drei Rhapsodien und damit das in diesem Jahr maximal mögliche, aber alle drei finden in Aurich statt. Die Künstler freuen sich, sind es doch kurze Wege. Und der Schulleiter aus Friedeburg bittet darum, unbedingt im nächsten Jahr berücksichtigt zu werden.

Sowohl das Verdi Quartett als auch das Vogler Quartett gehen zusammen am Donnerstag ins Gymnasium Ulricianum. Dort gibt es zwei sehr interessierte Musiklehrerinnen, die aktiv auf uns zugekommen sind und nach einer Rhapsody gefragt haben. Im letzten Jahr hat mir der der dortige Fachobmann für Musik noch einen Korb gegeben. Nun wäre es nur fast an den Probenplänen der beiden Quartette gescheitert. Wie schön wäre es doch, wenn wir so etwas gleich ein paar Monate im Vorfeld festmachen könnten. Das wird vermutlich aber auch für die kommenden Jahre Wunschdenken bleiben, gerade wenn es sich um mehr als nur einen Künstler handelt. Frau von Imhoff als Projektleiterin von Rhapsody in School freut sich, dass es nun doch alles kurzfristig klappt. Schon längst hatte sie die acht Musiker aus den Quartetten auf ihrer Wunschliste. Nun debütieren sie bei den Gezeitenkonzerten im fernen Aurich und sie ist traurig, dass sie nicht dabei sein kann. Auch das werden wir im nächsten Jahr ändern!

Heute Nachmittag kam dann noch die dritte Rhapsody mit Matthias Kirschnereit zustande: Er begibt sich am Freitag in die 9. Klasse der Realschule Aurich. Dort gibt es erneut zwei engagierte Lehrkräfte für das Fach Musik, die normalerweise beide freitags unterrichten. Die, mit der ich zuerst gesprochen habe, ist allerdings am 21. Juni mit ihrer Klasse im Heidepark, sodass ihre Kollegin zum Zuge kommen wird und sich sehr darüber freut.