TONALi für Norddeutschland

Norddeutsche Festivalmacher und TONALi, Foto: TONALi

Nach dem Resümee der vergangenen Programmheft-Jahre, stellen wir noch eine Bilanz auf, denn mit dem Musikvermittlungsprojekt TONALi aus Hamburg arbeiten wir bereits das vierte Jahr zusammen. 2015 waren wir von Amadeus Templeton angefragt worden, ob wir nicht Lust hätten, die ersten zu sein, die außerhalb Hamburgs Schülermanager nach dem TONALi-Prinzip bei den Gezeitenkonzerten ausbilden wollen. Natürlich wollten wir. Ganz nebenbei haben wir in dem Jahr auch gleich gemeinsam Groothusen in das Musikdorf verwandelt.

Aktuell haben die Macher von TONALi viele weitere große und kleine Festivals aus Norddeutschland ins Boot geholt, um überall ihre Idee umsetzen zu können. Ebenfalls im Boot sitzt bereits als Unterstützerin die Nordmetall Stiftung. Weiterlesen

Wir können auch selbstkritisch

Maja Hilke macht große Ohren - und die Kinder große Augen, Foto: Karlheinz Krämer

Maja Hilke macht große Ohren – und die Kinder große Augen, Foto: Karlheinz Krämer

Nach unseren guten Erfahrungen mit dem Musikdorf, in Zusammenarbeit mit TONALI, im letzten Jahr in Groothusen hatten wir uns angesichts steigender Flüchtlingszahlen vorgenommen, ein Familienprogramm für alle anzubieten. Für die Macher der Gezeitenkonzerte ist Musikvermittlung kein Aspekt, den man beachten muss, sondern eine Herzensangelegenheit. Und wenn man dann alle Kinder aus der Region gleichermaßen ansprechen kann, ist uns das sehr lieb.
Bei einer Tagung von Musikland Niedersachsen in Hannover war es im Winter ein großes Thema, wie man die Geflüchteten in seine Arbeit integriert und/oder ihnen Auftrittsmöglichkeiten verschafft. Uns war schon vorher klar, dass auch wir uns da engagieren wollen und erste Kontakte waren bereits geknüpft. Wie es der Zufall so wollte, kamen wir mit Sonja Bürmann und Alon Sariel vom Barockensemble Concerto Foscari ins Gespräch, die erzählten, dass auch bei ihnen immer Musikvermittlung zu den jeweiligen Projekten gehört und sie gerade daran arbeiten würden, etwas speziell für Neuankömmlinge auf die Beine zu stellen, bei dem die Kinder aktiv ins Geschehen mit eingebunden wären. Das war doch genau das, wonach wir gesucht hatten. Es galt nur noch, unseren künstlerischen Leiter von dieser Idee zu überzeugen, so waren wir im Geschäft. Weiterlesen

Tour-Auftakt TONALi 2016

_MGM8568Auch in diesem Jahr arbeiten die Gezeitenkonzerte wieder mit TONALi zusammen. Am 9. März 2016 fand der Auftakt zur diesjährigen TONALi-Tour in Marienhafe statt. Meine Kollegin Wiebke Schoon und ich fuhren bereits früh morgens dorthin. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten (an dieser Stelle nochmal tausend Dank an den äußerst findigen Schulassistenten, Thomas Götz!) konnten wir dann endlich anfangen, die 40 Schülerinnen und Schüler auf ihre neuen Aufgaben vorzubereiten. Mit einem gemeinsamen Bus waren aus den anderen beiden Kooperationsschulen, der KGS Hage-Norden und der Realschule Dornum nämlich je zwölf Teilnehmer zur IGS nach Marienhafe gekommen.
Während unserer (fast) pannenfreien Präsentation gelang es uns langsam aber sicher, sie für TONALi-Tour zu entflammen. Dies verdanken wir nicht zuletzt der Unterstützung des per Skype zugeschalteten TONALi-Gründers, dem Cellisten Amadeus Templeton. Weiterlesen

TONALi 2016 – Erste Vorstellung

Foto: Swanhild Kruckelmann

Foto: Swanhild Kruckelmann

Was ist eigentlich TONALi und warum schreibt man das i klein? TONALi ist ein mit 22.000€ dotierter Instrumental- und Kompositionswettbewerb in den sich abwechselnden Kategorien Violine, Violoncello und Klavier. Neben exzellentem Instrumentalspiel müssen die Teilnehmer aber auch gut in Musikvermittlung sein, da Schüler über die Vergabe des Publikumspreises mit entscheiden.

Und hier kommen die Gezeitenkonzerte ins Spiel: Im Rahmen der „TONALi-Tour“ (bis zum letzten Jahr hieß es noch TONALiA) werden Preisträger des Wettbewerbs in Schulen auftreten, um Kinder und Jugendliche für klassische Musik zu begeistern. In meiner Zeit hier wird die Organisation und die Abstimmung zwischen den Schulen und TONALi meine eigenverantwortliche Aufgabe sein. Oh-oh. Weiterlesen

TONALi – Learning by burning

Aufmerksame SchülerInnen und angehende Schülermanager

Aufmerksame SchülerInnen und angehende Schülermanager

Meine letzten Schulstunden liegen glücklicherweise schon ein paar Jahre zurück. Montag hatte ich allerdings die Ehre, Amadeus Templeton, einen von zwei Geschäftsführern von TONALi Hamburg, zu einer Schulstunde begleiten zu dürfen. Denn am Montag hat Amadeus den Startschuss zu unserem neuen Kooperationsprojekt TONALiA gegeben, indem er 26 Schülerinnen und Schülern einer 7. Klasse des Gymnasiums Ulricianum gebrieft hat, wie aus ihnen Schülermanager werden. Eine nette Geste und gleich ein Beispiel für gutes Management war, dass Jonas uns unten am alten Haupteingang empfing und zum Klassenraum begleitete. Weiterlesen

„Kannst du auch Beethovens fünftes Lied?“

Rhapsody in School mit Lars Vogt im Rahmen der Gezeitenkonzerte, Foto: Karlheinz Krämer

Rhapsody in School mit Lars Vogt im Rahmen der Gezeitenkonzerte, Foto: Karlheinz Krämer

Freitagmorgen, halb 9. Uwe Pape und ich drücken die Schulbank. Thema der Stunde: Musikunterricht mit Lars Vogt. Mit uns sitzen rund 40 Schülerinnen und Schüler der Auricher Lambertischule und der Grundschule Leezdorf in der Aula des Ulricianums, das uns freundlicherweise aufgenommen hat. „Wer spielt denn schon ein Instrument?“, fragt Lars Vogt und jede Menge Finger flitzen hoch. Gitarre und Klavier sind die Gewinner. Aber auch eine junge Geigerin ist da.
Rhapsody in School“, das von Lars Vogt gegründete Projekt, bei dem Musiker ihren Job und Leidenschaft für Musik jungen Schülern vermitteln, ist kein normaler Musikunterricht.

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Gezeiten-TV beim Erlebnistag 2013

Der Erlebnistag bei den Gezeitenkonzerten rund um die Musik ist immer eine tolle Sache für Groß und Klein. Am Sonntag (30. Juni 2013) standen im Ostfriesischen Landwirtschaftsmuseum Campen zwei musikalische Märchen im Mittelpunkt. Das Bremer Figurentheater „Mensch, Puppe!“ führte zuerst Schneewittchen und nachmittags Aschenputtel auf. Dazwischen waren die Kinder eingeladen, sich in Workshops mit den Nekkepenns, unterstützt von Mitgliedern aus dem Freundeskreis der Gezeitenkonzerte, gemeinsam auf den zweiten Teil vorzubereiten. Da wurde gesungen, gebastelt und getanzt. Die Museumsfrünnen luden zum Trecker fahren ein. Mieke Matthes hat für Gezeiten-TV den künstlerischen Leiter der Gezeitenkonzerte der Ostfriesischen Landschaft, Matthias Kirschnereit, befragt, wie wichtig seiner Meinung nach das Heranführen von Kindern an Musik ist.

Gezeiten-Erlebnistag mit Mensch, Puppe!

Gezeitenerlebnistag 2012 mit den Nekkepenns, Foto: Karlheinz Krämer

Gezeitenerlebnistag 2012 mit den Nekkepenns, Foto: Karlheinz Krämer

Am kommenden Sonntag, 30. Juni, steigt im Rahmen der Gezeitenkonzerte wieder der musikalische Erlebnistag für die ganze Familie im Ostfriesischen Landwirtschaftsmuseum Campen. Unser Team vom Landschaftsforum freut sich besonders, dort das Bremer Figurentheater „Mensch, Puppe!“ mit seinem musikalischen Kinderprogramm erleben zu dürfen. Die sympathischen Theatermacher sind uns und einigen Auricher Kindergärten durch ein paar Auftritte bei uns im Forum bestens bekannt. Gerne hätten wir sie in Campen zusammen mit den Bremer Philharmonikern erlebt, aber das passte terminlich nicht. Aber dann gibt es ja noch den Gitarristen Ralf Winkelmann, mit dem zusammen Jeannette Luft die beiden musikalischen Märchen nach den Brüdern Grimm „Schneewittchen“ und „Aschenputtel“ aufführt.

Um 11:00 Uhr nimmt uns die Prinzessin Othilie in der großen Scheune des Landwirtschaftsmuseum mit auf einen musikalischen Märchenspaziergang. Es beginnt damit, dass Othilie ihre geliebte Märchenwelt verlassen und den Prinzen heiraten soll. Das gefällt ihr gar nicht, sodass sie sich zusammen mit den Kindern und ihrem Schatzkästchen in ihr altes Spielzimmer verzieht, wo Märchen und Lieder zuhause sind. Dort warten Schneewittchen, die böse Stiefmutter, die Sieben Zwerge, viel Musik und mehr auf sie und die Kinder…

Der beliebte Trecker vorm Landwirtschaftsmuseum, Foto: Karlheinz Krämer

Der beliebte Trecker vorm Landwirtschaftsmuseum, Foto: Karlheinz Krämer

Danach kann man sich erst einmal stärken. Die Museumsfrünnen bieten dafür Pommes und Bratwurst, aber auch Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen zum Verkauf an. Unser Förderer des Erlebnistages, die Molkerei Rücker, steht mit der tollen Käsekarre vor dem Museum und hat kleine Käse-Köstlichkeiten dabei. Natürlich lädt auch das Museum selbst zur Entdeckungsreise ein. Besonders beliebt ist bei den ganz Kleinen der Trecker vor dem Hof. Bei gutem Wetter schmeißen die Museumsfrünnen auch die richtigen historischen Trecker an: Das ist immer ein großes Ereignis! Wer dann Lust hat, sich selbst aktiv in das zweite Bühnenprogramm einzubringen, ist von den Nekkepenns herzlich eingeladen, zu basteln, zu singen und zu tanzen. Die haben im letzten Jahr den ganzen Erlebnistag um Onno, Hiske und den Meeresgott Ekke Nekkepenn gestaltet, sich jetzt aber auf den Part mit den Workshops konzentriert. Wir sind schon sehr gespannt auf ihre Ideen! Unterstützt werden sie von Mitgliedern aus dem Freundeskreis der Gezeitenkonzerte e. V.

Alle treffen sich dann um 15:00 Uhr in der Scheune, um dort Jeannette Luft und Ralf Winkelmann mit „Aschenputtel“ zu erleben. Prinzessin Othilie ist inzwischen verheiratet und glücklicherweise auch sehr zufrieden mit ihrem neuen Leben. Ab und an beschleicht sie dennoch die Sehnsucht nach ihren Märchen aus der Kinderzeit. Als sie dann noch eines Tages ihr Märchenbuch wiederfindet, entschwindet sie zusammen mit den Turteltäubchen, die ihr entgegenfliegen, in Aschenputtels Stube, wo sie den fiesen Stiefschwestern begegnet und mit denen zum Schloss des schönen Prinzen reist. Ein aufregendes Abenteuer beginnt, bis Aschenputtel von ihrem traurigen Dasein erlöst wird.

Der Eintritt kostet 5,00 Euro. Die Karte gilt für den ganzen Tag. Kinder von fünf bis zwölf Jahren zahlen die Hälfte. Getränke und Speisen sind nicht im Preis enthalten. Karten gibt es an der Tageskasse.

Basteln einer Wolkenkuh, Gezeiten-Erlebnistag 2012, Foto: Karlheinz Krämer

Basteln einer Wolkenkuh, Gezeiten-Erlebnistag 2012, Foto: Karlheinz Krämer

Gezeiten-TV: Rhapsody in School mit dem Vogler Quartett

Das Filmteam von Gezeiten-TV, bestehend aus Matthias Adelmund vor und Karlheinz Krämer hinter der Kamera, hat am Tag vor dem Eröffnungskonzert der Gezeitenkonzerte am 21. Juni 2013 in der Lambertikirche das Vogler Quartett auf seiner Rhapsody in School in einer fünften Klasse des Auricher Gymnasiums Ulricianum begleitet. Parallel dazu gab das Verdi Quartett dort eine Rhapsody in einer sechsten Klasse der gleichen Schule. Sowohl für die Schüler als auch für die beteiligten Künstler waren beide Rhapsodien unvergessliche Erlebnisse.

Gezeiten-Erlebnistag 2013

Gezeiten-Erlebnistag 2012, Foto: Karlheinz Krämer

Im Oktober haben die Nekkepenns ihre weiteren Aufführungen von den beiden Musical-Märchen „Störtebekers Schatz“ und „Die Wolkenkuh“ u. a. in der Greta-Schoon-Schule in Leer gegeben. Auch dort wurden die Kinder aktiv ins Geschehen eingebunden. Ihre erfolgreiche Premiere feierten beide Aufführungen beim Erlebnistag der Gezeitenkonzerte am 22. Juli 2012 im Ostfriesischen Landwirtschaftsmuseum Campen.

Beide Stücke sind auf Basis der gleichnamigen Märchen aus dem Verlag Schuster entstanden. In „Störtebekers Schatz“ träumt Halbwaise Onno, der in ärmlichen Verhältnissen auf Borkum lebt, davon, den sagenumwobenen Schatz des berüchtigten Piraten Klaus Störtebeker zu finden. Hilfe bekommt er bei seiner Suche von der Tochter des Meeresgottes Ekke Nekkepenn.
Hiske wiederum ist die Tochter eines Tauschlägers, deren Familie zu arm ist, um ihr eine Milchkuh als Mitgift zu stellen. Aber da gibt es ja noch die alte Geschichte von der Wolkenkuh, die so viel Milch wie eine ganze Kuhherde geben soll … . Untermalt werden beide Musical-Märchen von alten ostfriesischen Liedern und Eigenkompositionen der Nekkepenns, die mit vielen verschiedenen Musikinstrumenten begleitet werden und von dem generationsübergreifenden Ensemble aus Ostfriesland und Bremen interpretiert wird. Schirmherr der Veranstaltung ist der Landschaftspräsident, Helmut Collmann. Neben der Ostfriesischen Landschaft wird das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Lions-Club Leer/Ostfriesland, der Johann-Bünting-Stiftung, der Ostfriesischen Volksbank, der Kanzlei Bartax und weiteren Unternehmen aus Leer, der Buchhandlung Schuster, der Spökfabrik aus Bremen, den Eltern-und Förderverein der Kreismusikschule Leer e.V., der Stadtbibliothek und der Greta-Schoon-Schule sowie der Schule am Deich unterstützt und gefördert.

Elenor Simon-Löcken, Hauptverantwortliche für das Projekt und unsere Koordinatorin des Gezeiten-Erlebnistags, plant auch für das nächste Jahr auf jeden Fall wieder Workshops – voraussichtlich mit dem bewährten Team aus den Bereichen Musik, Theater und Tanz – und wird sich bestimmt auch für das Bühnenprogramm des Gezeiten-Erlebnistages etwas Spannendes einfallen lassen.

Übrigens: Tom Mildner von der Spökfabrik aus Bremen hatte im Sommer beim Erlebnistag ebenfalls mit seiner Videokamera draufgehalten und mehrere kleine Videos produziert, die er bei YouTube eingestellt hat.