Streifzug in Loquard

Streifzug Loquard

Fliesen mit verschiedenen Motiven, Streifzug Loquard

In dem 614-Seelen-Dorf Loquard fand am vergangenen Donnerstag unser Streifzug vor dem Gezeitenkonzert in der Kirche zu Pewsum statt. In diesem kleinen Dorf ist die Globalisierung noch nicht angekommen. Kleine Altbauten mit gepflegten Gärten, gepflasterte Straßen, die kaum breit genug für unseren VW Arteon sind, keine Geschäftsstraße, keine Hektik.
Heute durften die Besucher eine kleine, traditionelle Fliesenmanufaktur besichtigen. Die aus Holland stammende Tradition fand vor über 300 Jahren nicht nur als Wandschmuck ihre Verwendung; sie wurde auch ganz pragmatisch als Wetterschutz in den sonst sehr zugigen Wohnungen eingesetzt. Hergestellt wurden die Fliesen nicht nur von Künstlern, sondern auch viel von armen Bauern, die sich im Winter etwas dazuverdienen mussten. Heutzutage wird dieses Kunsthandwerk nur noch vereinzelt ausgeübt und eine Werkstatt, wie wir sie in Loquard gesehen haben, ist in Norddeutschland einzigartig. Weiterlesen

Ostfriesische Waldszenen op. 1

Posaunen im Wald? | Foto: Karlheinz Krämer

Posaunen im Wald? | Foto: Karlheinz Krämer

Irgendwo singt ein Vogel. Der Wind rauscht leicht durch die hohen Bäume. Der Wald atmet. Biegt man, von Aurich kommend, in Hesel links ab, ist man bald im Heseler Wald. Ein typischer, breiter Forstweg lässt dort Platz für Fahrzeuge, doch ansonsten ist hier alles typisch Wald. Zwei schmale Pfade führen in den Wald hinein. Nach wenigen Metern ist man mitten in der Natur, wo die Sonne von den grünen Blättern gebrochen wird und das Smartphone überflüssig ist. Plötzlich ertönt ein Röhren in der Ferne. Gibt es etwa Hirsche in Ostfriesland?! Begibt man sich weiter in den Wald hinein, wird das Geräusch klarer. Anmutig trägt der Wind es über die Sandhügel und Lichtungen. Ein klarer und vibrierender Ton schallt durch den Wald. Je näher man dem Ton kommt, desto eindeutiger wird er, bis er sich plötzlich verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht, ja, man kommt gar nicht mit dem Zählen hinterher, so vielstimmig klingt die Luft.

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Trombone Unit Hannover in Flora und Fauna

Trombone Unit Hannover, Foto: Irène Zandel

Trombone Unit Hannover, Foto: Irène Zandel

Nachdem sich die Wetterprognosen für den morgigen Sonntag diverse Male in die eine und wieder in die andere Richtung bewegt haben, sind wir jetzt mutig und zuversichtlich und sagen: Morgen geht es in den Heseler Wald, wo um 17:00 Uhr auf der Wüstung Kloster Barthe die achtköpfige Trombone Unit Hannover ein richtiges Open-Air-Gezeitenkonzert (ohne Zeltdachbühne wie Donnerstag im Park der Gärten) spielt! Da wir nun nicht mehr mit der Schlecht-Wetter-Alternative, der Heseler Kirche (vielen Dank an die Kirchengemeinde!!!), planen müssen, in die leider nur 200 Personen passen, gibt es auch wieder Karten! Allerdings müssen Sie sich Ihre Sitzgelegenheit (und das Autan oder ähnliches) bitte selbst mitbringen. Am Catering und den anderen menschlichen Bedürfnissen, die einen auch zu einem solchen Anlass mitten im Wald anfliegen können, wird nicht gespart.

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Hitze, Notos und Pingos

Das Notos Quartett bei den Gezeitenkonzerten, Foto: Karlheinz Krämer

Das Notos Quartett bei den Gezeitenkonzerten, Foto: Karlheinz Krämer

Auch am bislang heißesten Tag des Jahres, Samstag, 19. Juli, gab es ein Gezeitenkonzert. Spielort war diesmal der freigeräumte Ausstellungsraum bei Pollmann & Renken (Wintergärten, Fenster, Türen etc.) im Schirumer Gewerbegebiet kurz vorm Ems-Jade-Kanal bei Aurich. Vielfach wurden wir im Vorfeld noch telefonisch gefragt, ob es denn dort eine Klimaanlage gab. Einige ältere Herrschaften riefen an und gaben ihre Plätze wieder frei, weil sie sich bei 36° Celsius nicht vor die Tür trauten. Die Klimaanlage gab es nicht, wohl aber ein Erdwärme-System, das auf angenehme Art und Weise für Innentemperatur etwa zehn Grad unter der Außentemperatur sorgte. Wir waren begeistert.

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Streifzug: Landschaftspicknick Holter Hammrich

Streifzug mit Picknick im Holter Hammrich, Foto: Matthias Bergmann

Streifzug mit Picknick im Holter Hammrich, Foto: Matthias Bergmann

Der Streifzug zum Konzert in Backemoor entführte die Besucher der Gezeitenkonzerte am 3. Juli in den Holter Hammrich. Dieser ca. 230 ha große Entlastungspolder der Leda mit Feuchtwiesen, großen Flachgewässern und naturnahen Flächen hat sich in den letzten Jahren zu einem ganz besonderen Vogelparadies entwickelt. Für das Landschaftspicknick wurde mit einer Sondergenehmigung des NLWKN ein besonders schöner Aussichtspunkt auf dem Deich in der Nähe der Vogelbeobachtungswand ausgewählt. Von hier aus hatten die Gäste bei herrlichstem Sommerwetter einen fantastischen Blick über die Polderflächen. Nach dem Motto „Landschaft schmeckt“ wurden von Gunda Heyen außer einer gemütlichen Tasse Tee, Krintstuut und selbstgebackenen Stachelbeerkuchen nach Rezept von Tini Peters auch Produkte der nur 2 km entfernten Schatteburger Schafskäserei aufgetischt: Hart- und Frischkäse, Lammsalami und Schafsmilchlikör.

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